Villa Aurora Forum Berlin

Die Villa Aurora ist eine Künstlerresidenz und ein Ort internationaler Kulturbegegnungen. Mit einem Stipendiatenprogramm fördert der Verein den Kulturaustausch mit den USA in den Bereichen Literatur, Komposition, Bildende Kunst und Film.

Zudem ist die Villa ein Ort der Erinnerung: Sie hält das Andenken an die Künstler und Intellektuellen wach, die in Kalifornien Zuflucht vor der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime fanden und großen Einfluss auf das Kulturleben an der amerikanischen Westküste hatten.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Villa Aurora Forums in Berlin liegt auf der Organisation des Stipendiaten-Programms für Künstlerinnen und Künstler. Neben den Künstlerstipendien vergibt die Villa Aurora jährlich ein bis zu zehnmonatiges Feuchtwanger Fellowship, das an die Geschichte des Exils vieler Künstler und Intellektueller während des zweiten Weltkriegs erinnern und auf die weltweit andauernde Unterdrückung freier Meinungsäußerung aufmerksam machen soll.

In Berlin werden die öffentlichen Mittel verwaltet, der Bewerbungsprozess gestaltet, die Jurys gebildet und der Auswahlprozess begleitet. Die Stipendiaten werden bei Bedarf auf den Aufenthalt in Los Angeles vorbereitet.

Nach Realisierung der Projekte in Los Angeles wird in Deutschland gemeinsam mit den Künstlern nach Möglichkeiten gesucht, die Arbeiten der Öffentlichkeit in Ausstellungen, Konzerten, Filmvorführungen und Lesungen vorzustellen. Zusätzlich finden ausgewählte transatlantische Programme statt, die sich mit dem kulturellen Austausch zwischen den „Sister Cities“ Berlin und Los Angeles oder Deutschland und den USA befassen.

Regelmäßige Veranstaltungen in Berlin sind die Lesung am 10. Mai, dem Tag der Bücherverbrennung 1933, oder die „Villa Aurora Nacht“, in der der Öffentlichkeit die neu gewählten Stipendiaten vorgestellt werden und die Stipendiaten aus dem Jahr zuvor ihre in Los Angeles entstandenen Arbeiten zeigen. Das Villa Aurora Forum veröffentlicht zudem Publikationen zu Kunstwerken, die aus der künstlerischen Arbeit in der Villa hervorgegangen sind.

Leibnizsaal am Gendarmenmarkt | Foto: Angelika Fischer